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Naturbad Maschwanden - Ergebnisse der Machbarkeitsstudie

21. Jan 2026

Im Auftrag des Gemeinderates wurde durch die ASC Schweiz mit Datum vom 28. November 2025 eine Machbarkeitsstudie erstellt.

Das Naturbad Maschwanden wird seit 2013 mit einer biologischen Wasseraufbereitung betrieben und geniesst in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz. Es ist ein wichtiger Treffpunkt und ein beliebtes Freizeitangebot für Jung und Alt. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass die bestehende Wasseraufbereitung zunehmend an ihre technischen und betrieblichen Grenzen stösst.

Die heutige Anlage basiert auf einem sogenannten Pflanzensandfilter. Dieser ist stark verschlammt, kann nicht rückgespült werden und verursacht einen hohen Unterhalts- und Personalaufwand. Zudem kam es im Jahr 2023 zu Überschreitungen mikrobiologischer Richtwerte, was den Badebetrieb verunmöglichte und Unsicherheiten mit sich bringt. Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat eine externe Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Ziel war es, abzuklären, wie ein langfristig stabiler und gesetzeskonformer Betrieb des Naturbads sichergestellt werden kann und mit welchen Investitionen dabei zu rechnen ist. Diese Machbarkeitsstudie wurde durch die ASC Schweiz erstellt und mit Datum vom 28. November 2025 an den Gemeinderat übermittelt. 

Hier können Sie die gesamte Machbarkeitsstudie einsehen. 


Zentrale Ergebnisse der Studie
Die Machbarkeitsstudie kommt zum Schluss, dass ein Weiterbetrieb des Naturbads ohne eine grundlegende Sanierung der Wasseraufbereitung langfristig nicht realistisch ist. Empfohlen wird der Ersatz des bestehenden Pflanzensandfilters durch eine moderne biologische Wasseraufbereitung ohne Pflanzen. Vorgesehen sind mehrere parallel betriebene, rückspülbare Biofilter mit biologisch aktivem Filtermaterial. Diese Technik entspricht dem heutigen Stand der Technik und ermöglicht einen deutlich stabileren und besser steuerbaren Betrieb.

Zur zusätzlichen hygienischen Absicherung ist eine UVC-Anlage vorgesehen. Ergänzt wird das System durch ein neues Ausgleichsbecken zur Stabilisierung des Wasserstands sowie effizientere Umwälzpumpen. Die Anlage wäre weitgehend automatisiert und auch bei hoher Besucherzahl zuverlässig. Insgesamt könnte damit die Wasserqualität nachhaltig verbessert und der personelle Aufwand spürbar reduziert werden.

Bauliche Auswirkungen
Die Umsetzung einer neuen Wasseraufbereitung erfordert bauliche Anpassungen im Bereich des heutigen Filterbeckens. Ein Teil des bestehenden Pflanzenfilters würde zurückgebaut und durch neue Biofilter, ein Ausgleichsbecken sowie einen Pumpenschacht ersetzt. Gleichzeitig empfiehlt die Studie, die bestehende Beckenfolie zu erneuern, da diese altersbedingt Abnutzungserscheinungen aufweist.

Ein Teil des bisherigen Filterbereichs kann weiterhin als Biotop und Retentionsfläche genutzt werden, sodass ökologische Qualitäten erhalten bleiben. Die bestehenden Becken und Leitungen können grundsätzlich weiterverwendet werden, wobei detaillierte Abklärungen in einem nächsten Projektschritt notwendig wären.

Kostenrahmen
Die Machbarkeitsstudie enthält eine Grobkostenschätzung mit einer Genauigkeit von ±25 Prozent. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Naturbads belaufen sich auf rund 2.22 Millionen Franken (inkl. Mehrwertsteuer, Preisbasis 2025). In diesem Betrag enthalten sind neben den Baukosten auch die Projektierung, Reserven für Unvorhergesehenes sowie eine fachliche Begleitung in den ersten drei Betriebsjahren. Es handelt sich damit um eine umfassende, aber langfristig wirksame Investition in die Zukunft des Naturbads.

Finanzielle Ausgangslage und Kürzungen des ISOLA-Beitrags
Im Rahmen der Prüfung der ISOLA-Beiträge wurde festgehalten, dass das Naturbad Maschwanden nicht zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben der Gemeinde zählt. Entsprechend werden für das Naturbad künftig keine ISOLA-Beiträge ausgerichtet. Gleichzeitig wurde die Gemeinde verpflichtet, bis spätestens Ende September 2027 eine langfristig tragfähige Lösung für die Zukunft des Naturbads aufzuzeigen.

Dabei wurde ausdrücklich festgehalten, dass diese Lösung entweder in einer alternativen Finanzierung und einem Weiterbetrieb oder - falls keine tragfähige Lösung gefunden wird - in einer Schliessung und einem Rückbau der Anlage bestehen kann. Die Gemeinde ist somit angehalten, sich rechtzeitig und umfassend mit allen möglichen Szenarien auseinanderzusetzen

Diese kantonale Vorgabe erhöht den Handlungsdruck und macht eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Zukunft des Naturbads erforderlich.


Einordnung und Ausblick
Die Situation des Naturbads Maschwanden ist damit sowohl technisch als auch finanziell anspruchsvoll. Einerseits zeigt die Machbarkeitsstudie auf, dass ein Weiterbetrieb technisch möglich wäre, andererseits fehlen der Gemeinde Maschwanden die finanziellen Mittel den Betrieb zu sichern sowie die Investitionskosten zu leisten. Zudem macht der Entscheid des Kantons deutlich, dass das Naturbad künftig nicht mehr über ISOLA-Beiträge mitfinanziert wird. Die Gemeinde ist somit gefordert, bis spätestens Herbst 2027 eine tragfähige Lösung zu finden.


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